Das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom - ADHS

Kinder, die meistens

zappelig und überaktiv sind verschlossen sind
aggressiv und laut sind sich immer zurückziehen
andere stören überängstlich sind
nicht gehorchen können sehr scheu sind
Schul- und Lernprobleme haben Schul- und Lernprobleme haben
unkonzentriert und leichtablenkbar sind oder verhaltensauffällig sind reizverschlossen sind oder sich nicht berühren lassen
Schlafstörungen haben extreme Stimmungsschwankungen haben
starke und plötzliche Stimmungsschwankungen haben mit dem Körper schaukeln oder mit dem Kopf schlagen
distanzlos sind kontaktscheu sind
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leiden an einem ADHS
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mit Hyperaktivität (ADHS)
ohne Hyperaktivität (ADS)

Verhaltensauffälligkeiten eines intelligenten Kindes mit Konzentrationsschwäche, mit Problemen unter Gleichaltrigen, mit Schulproblemen, unberechenbarer Impulsivität, einer belasteten Eltern-Kind-Beziehung oder anderweitigen andauernden oder sich verschlimmerenden Problematik in der Entwicklung eines Kindes sollte Sie auf das Krankheitsbild eines ADS aufmerksam machen. Dabei reicht das Bild vom Zappelphilipp über das brav-träumerische Mädchen bis hin zum zerstreuten Professor.

Symptome des ADS / ADHS

Altersabhängig sind meist folgende Merkmale vorhanden:
  • Aufmerksamkeitsstörung: Kann Gesprächen nicht folgen, erhöhte Ablenkbarkeit, Schwierigkeiten sich auf Aufgaben und schriftliche Dinge zu konzentrieren, Vergesslichkeit, häufiges Verlieren oder Verlegen von Gebrauchsgegenständen
  • Motorische Hyperaktivität:Gefühl der inneren Unruhe, Unfähigkeit sich zu entspannen, „Nervosität; Unfähigkeit längere sitzende Tätigkeiten durchzuhalten (Schreibtischarbeit, Spielfilme ansehen, Zeitung lesen), stets „auf dem Sprung“ sein, Dysphorie bei Untätigkeit
  • Affektlabilität Häufiger Stimmungswechsel innerhalb von Stunden bis maximal einigen Tagen, meist reaktiv. Normale oder niedergeschlagene Stimmungslage, oft auch als Unzufriedenheit oder Langeweile bezeichnet, im Wechsel mit leichtgradiger Erregung oder Getriebenheit.
  • Desorganisiertes Verhalten Aktivitäten werden schlecht geplant und organisiert, Desorganisation bei der Arbeit, im Haushalt oder im schulischen Bereich, Aufgaben werden oft nicht zu Ende gebracht, die Kinder wechseln of planlos zur nächsten Aufgabe, halten nicht durch, unsystematische Problemlösestrategien, Schwierigkeiten in der zeitlichen Organisation, Zeitpläne oder Termine werden nicht eingehalten
  • Affektkontrolle Andauernde Reizbarkeit, auch aus nichtigem Anlass, verminderte Frustrationstoleranz,
  • Wutausbrüche von meist kurzer Dauer
  • Impulsivität Dazwischenreden und Unterbrechen anderer, Ungeduld, impulsiv ablaufende Einkäufe, Unwohlsein bei Handlungsaufschub
  • Emotionale Überreagibilität Überschießende Reaktionen oder Ängstlichkeit in alltäglichen Stresssituationen, Patienten fühlen sich „gestresst“ oder bedrängt und belästigt
Daneben finden sich folgende Verhaltensauffälligkeiten in unterschiedlicher und altersabhängiger Ausprägung:
Säuglingsalter: manche Baby sind schon im Mutterleib unruhig, nach der Geburt fallen langdauernde Schreiphasen auf, oft ist es ein schrilles Schreien. Die Babys sind ständig in Bewegung, rudern mit den Armen, strampeln, sind besonders reizbar, reagieren auf plötzliche Berührungen und Geräusche schreckhaft und lassen sich kaum beruhigen. Sie wirken unglücklich, leiden unter Schlafproblemen und unter ihrer ständigen Anspannung. Oft meiden sie die körperliche Nähe zu ihren Eltern und schmusen ungern. Kurze intensive Kontaktphasen und waches Schauen zieht vor allem Erwachsene an. Etwas später neigen sie zum frühen Aufrichten und laufen oft schon vor Beginn des 2. Lebensjahres. Interesse findet alles - aber nur für kurze Zeit.
Kleinkindalter: innere Rastlosigkeit, motorische Hyperaktivität - Zappel-Philipp-Syndrom (nur ca. 70% der betroffenen Kinder), geringe Ausdauer beim Spielen, ausgeprägte Trotzreaktionen, Teilleistungsschwächen im Bereich visueller und auditiver Wahrnehmung und visomotorischer Koordination, auffallend früher oder verzögerter Spracherwerb. Im Kindergarten beteiligen sie sich nur ungern an Gruppenspielen, fühlen sich schnell überfordert und stören andere Kinder. Sie dominieren gerne und stehen oft im Mittelpunkt. Meist sind sie sehr ehrgeizig, haben aber auffallend niedrige Frustrationsgrenzen und ziehen sich zurück. Auf Fremdbestimmung lassen sie sich nicht oder nur bei akzeptierten Erwachsenen und guten Freunden ein.
Grundschulalter: starke Ablenkbarkeit, wenig Ausdauer, Impulsivität, geringe Frustrationstoleranz, Ungeschicklichkeit, vieles geht zu Bruch, verstärkter Rededrang, unruhige Schrift, Lese-Rechtschreibe-Schwäche, Rechenschwäche, Klassenwiederholung, Außenseiter, Träumer, niedriges Selbstbewußtsein, Streitsüchtigkeit. Beim Spielen sind sie ausgelassen, fast übermütig und können gefährliche Situationen nicht richtig einschätzen. Ihnen fehlt der Überblick und das Einschätzenkönnen einer Situation. Ordnung halten fällt unendlich schwer, auch wenn sie sich zeitweise redlich darum bemühen.
Zusatzsymptome: Lese-, Rechtschreib- und/oder Rechenschwäche, Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung und motorischen Entwicklung
Adoleszenz: zunehmende Selbstwertzerstörung, Ängste, aggressives Verhalten, Mutlosigkeit, Verleugnung von Schwierigkeiten, Leistungsverweigerung, Depressionen, Neigung zu Alkohol, Drogen, No-future-Mentalität.
Daneben finden sich aber auch positive Eigenschaften: Sehr gute und lange Konzentration auf Dinge, die Spaß machen und das Interesse wecken, Ideenreichtum, hohe Intelligenz, künstlerische Kreativität, Begeisterungsfähigkeit, Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeitssinn.
Der unaufmerksame, nicht hyperaktive Typ (ADS ohne Hyperaktivität), meist Mädchen, fällt meist erst in der Schule auf, wenn die Anforderungern steigen und es nicht mehr reicht, mit einem Ohr hinzuhören. Träumen und mangelnde Konzentrationsfähigkeit in der Oberstufe macht es den betroffenen Kinder unmöglich, dem Unterricht noch spielerisch zu folgen. Die Kinder lassen mir der Lernleistung nach, verlieren ihre Lebensfreude, werden ängstlich und zum Außenseiter.

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